Raum zum Leben.
Chancen für die Zukunft.




Jugendwohngruppen der WaBeQ
Stark ins Leben starten
Einfach auf den Button klicken und ein formlose Anfrage stellen, ob noch ein Wohnplatz frei ist.
Mit dem neuen Bereich Jugendwohnen erweitert die WaBeQ ihr Engagement für junge Menschen in Bremen. Aufbauend auf unserer langjährigen Erfahrung in der Arbeitsmarktförderung und im sozialen Wohnungsbau verbinden wir in diesem Angebot pädagogische Begleitung mit realitätsnaher Lebens- und Berufsorientierung.
Unser Ziel: Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 27 Jahren ein sicheres Zuhause auf Zeit bieten – und sie dabei unterstützen, den Weg in ein eigenständiges, verantwortungsbewusstes Leben zu finden. In unseren Jugendwohngruppen fördern wir individuelle Entwicklung, stärken soziale Kompetenzen und eröffnen konkrete Perspektiven für Ausbildung, Arbeit und Teilhabe.
Ihre Kontaktpersonen
Bereichsleitung
Pädagogik, Berufliche
Bildung & Beschäftigung
Teamleitung Jugendwohngruppe Gummibahnhof

Assil Amin
0176 8496 6888
a.amin@wabeq.de
Teamleitung
Wohngruppe »Burgdamm«

Ana Maria Dienda
0155 6349 7644
Unsere Standorte

Jugendwohngruppe NORD
Jugendwohngruppe Gummibahnhof

Unsere Arbeit
Pädagogik, die stärkt.
Individuell begleiten, gemeinsam wachsen – mit Blick auf Ressourcen, Lebenswelt und echte Teilhabe.
Unsere pädagogische Arbeit basiert auf einem systemischen und lösungsorientierten Ansatz. Im Mittelpunkt stehen die aktive Beteiligung und Partizipation der Jugendlichen: Gemeinsam gestalten wir den Alltag, fördern Verantwortung und stärken die individuelle Entwicklung.
Wir begleiten die jungen Menschen darin, ihre Persönlichkeit zu entfalten, ihre Fähigkeiten zu entdecken und ein Leben in Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe aufzubauen. Unsere Methoden sind vielseitig und orientieren sich am jeweiligen Entwicklungsstand, den Bedürfnissen und Lebensrealitäten der Jugendlichen.
Ein Zuhause auf Zeit – ein Fundament fürs Leben.
Wo junge Menschen wachsen, Vertrauen finden und Schritt für Schritt ihren eigenen Weg gehen.
Den folgenden Text hat eine Bewohnerin in einer der Jugendwohngruppen geschrieben. Mit ihrer freundlichen Genehmigung dürfen wir den Text hier veröffentlichen. Aus Respekt vor ihrer Privatsphäre wird der Name der Verfasserin hier nicht genannt.
Vorurteile, weil ich in einer Wohngruppe lebe?
Ich bin genauso wie du, auch wenn du das nicht denkst, wenn ich dir erzähle, dass ich in einer Wohngruppe lebe.
Vorurteile gegenüber Kindern & Jugendlichen, die nicht zuhause bei ihren Eltern wohnen, sind heutzutage schon ganz normal. Ich bin 16 Jahre alt und wohne in einer Wohngemeinschaft. Ich kriege oft Fragen gestellt und es werden Vorurteile geäußert, sowohl von Freunden und Bekannten, aber auch von Fremden. Hier ein paar Beispiele:
„Das ist doch bestimmt voll streng, oder nicht?‘‘
„Ist es nicht voll schwierig, dort ein Leben zu führen?“
„Dann hast du aber keinen Kontakt zu deiner Familie oder Eltern, richtig?‘‘
„Da wohnen doch bestimmt nur Ausländer.‘‘
Solche Fragen und Vorurteile sind für mich traurigerweise normal. Und um ehrlich zu sein, habe ich es mir am Anfang, als ich noch zuhause gewohnt habe, so ähnlich vorgestellt. Doch der Schein trügt. Um das richtige Bild besser darstellen zu können, habe ich meiner Schwerpunktbetreuerin ein paar Fragen gestellt.
Meine Fragen bezogen sich vor allem auf das Zusammenleben und wie es in einer Wohngruppe wirklich zugeht. Die meisten Menschen denken, dass unsere Betreuer überhaupt kein Spaß daran haben, mit uns zu arbeiten oder Sachen zu unternehmen. Das verneinte sie deutlich, mit den Worten: „Wir Menschen sind alle unterschiedlich und ich kann hier nur für mich sprechen, aber macht es mir immer unglaublich viel Spaß, mit euch zusammen Sachen zu unternehmen‘‘.
Wenn man mir früher gesagt hätte, dass ich jetzt in so einer Einrichtung wohnen würde, denke ich, hätte ich die Person nur angeguckt und losgelacht. Denn als ich das erste Mal davon hörte, dachte ich mir nur: „Das ist bestimmt voll streng dort und geht wie im Gefängnis zu‘‘, aber das Gegenteil ist der Fall.
Der Running Gag – wie die nette Dame sich ausdrückte – war: „Wir sind hier nicht im Knast, wir können und würden euch niemals einsperren.‘‘ Dazu erläuterte sie: „Allerdings haben wir natürlich Hausregeln, die für den Kinderschutz wichtig sind‘‘. Ein Beispiel dafür ist, dass wir Jugendlichen unter der Woche um 22 Uhr zuhause sein müssen und am Wochenende spätestens um Mitternacht, wenn wir unter 18 sind. Dies sind normale Regeln, wie es sie auch bei mir zu Hause gab, je nachdem, welches Alter ich hatte.
Als außenstehende Person versteht man vieles oft falsch, wenn man das Wort Wohngruppe hört. Wo wir wieder bei den Vorurteilen gegenüber den Einrichtungen wären. Ein wichtiger Punkt, den die Betreuerin anmerkte, war: „Menschen, die es selber nie erlebt und sich damit nicht auseinandergesetzt haben, haben automatisch voreingenommene Bilder im Kopf, die oft durch die Medien stark beeinflusst werden‘‘. Man ist sozusagen von falschen eigenen Eindrücken geprägt, die dann eben überhaupt nicht mit der Realität übereinstimmen. Das betrifft Dokumentation, Nachrichten und Social Media. Das perfekte Beispiel für solche Bilder sind die oben genannten Vorurteile.
Das Leben in meiner Wohngruppe ist das genaue Gegenteil, wie es Leute erzählen. Es ist eher friedlich und harmonisch, mit verschiedenen Menschen, die verschiedene Persönlichkeiten haben.
Wir leben zusammen als eine große Gemeinschaft mit Respekt und Privatsphäre. Manchmal gucken wir in der Woche abends zusammen einen Film und essen Popcorn oder wir unternehmen als Gruppe etwas gemeinsam. Sei es schwimmen gehen, Schlittschuh laufen oder auch mal in Kino zu gehen. Vor ein paar Wochen waren wir zu siebt bowlen und durften uns essen dazu bestellen, es war ein Riesenspaß und eine super Ablenkung von dem ganzen Schulstress, den man in der Woche hat.
Jede Wohngruppe ist anders mit anderen Menschen und anderen Schwerpunkten und dennoch sind die Hauptregeln überall gleich, um denselben Zweck zu erfüllen: Kindern und Jugendlichen ein anständiges Zuhause zu schenken, wenn sie vielleicht keines haben, nicht mit ihren Eltern klar kommen, oder vielleicht auch mit ihnen klar kommen, aber einfach schon auf eigenen Füßen stehen wollen. Ich habe immer noch ein normales Verhältnis zu meinen Eltern und treffe mich trotzdem immer gerne mit ihnen. Denn nur, weil ich nicht mit ihnen wohne, heißt das nicht, dass ich gar keinen Kontakt zu ihnen habe.
Bremen, im März 2026


